SG Friesen e.V.

Judoreiches Wochenende für die Burgenländer Judoka

Am zweiten Märzwochenende waren die Naumburger und Bad Kösener Judoka auf insgesamt drei Turnieren unterwegs:

Mit Werner und Daniel fuhren die jüngeren Sportler zum Frühlingsturnier nach Merseburg, angeführt von Sportschüler Kalle Richter, der dort für die JVST-Rangliste erneut Punkte jagen ging. Dies gelang ihm in der U15 -43 kg auch wieder, in der er dreimal vorzeitig mit Ippon siegte und sich so die Goldmedaille sicherte.

Zwei Gewichtsklassen weiter oben kämpfte Leonard Schwabe in einer qualitativ stark besetzten Doppel-K.O.-Liste, ließ sich davon aber nicht einschüchtern und siegte gegen einen Magdeburger Sportler mit zwei Waza-ari. Der folgende Gegner aus Chemnitz ließ Leonard jedoch keine Chance und bezwang ihn mit Ippon. Auch in der Trostrunde blieb Leonard ein weiterer Sieg trotz beherzter Leistung leider verwehrt und somit beendete er das Turnier auf dem 7. Platz.

Simon Handrock kämpfte in der U13 best-of-three und siegte einmal vorzeitig durch zwei Waza-ari und ein weiteres Mal im Hantei und sicherte sich so ebenfalls Gold. Auch in der U13 startete Felix Kase, der aber diesmal in seinen drei Kämpfen keinen Sieg auf seinem Konto verbuchen konnte, Bronze gab es für den Einsatz trotzdem.

Simons Bruder Tjaden kämpfte in der U11 und startete mit seinem gewohnt starken Tai-otoshi, mit dem er seinen ersten Gegner mit Ippon bezwang. Danach folgten jedoch leider zwei Niederlagen und dann folgte auch noch das Pech im Auswiegen und Tjaden musste sich mit Platz drei begnügen.

Ebenfalls in der U11 starteten diesmal erfreulicherweise noch viele weitere unserer Nachwuchssportler: So stellte sich Tom Weiße seinem ersten Wettkampf überhaupt, kämpfte dreimal konnte aber noch keine Begegnung für sich entscheiden, doch sein Einsatz machte die Trainer hoffnungsvoll für die nächsten Turniere und die Bronzemedaille war eindeutig verdient. Auch die Friesener Jungs Dominik Kase, Arthur Wittenbecher und die Saalebärin Jaimy Krauße konnten heute bei jeweils drei Kämpfen nicht siegen, zeigten aber zum Teil schöne Angriffe und kämpften energisch. Drei weitere Bronzemedaillen gehen daher verdient ins Burgenland.

Zu guter Letzt kämpften in Merseburg die Zwillinge Marsali und Marsiellah Kluge aus Bad Kösen. Während Ellah ihren ersten Kampf gewinnen konnte, aber den zweiten und dritten verlor (Bronze), machte es Sali genau andersherum: nach einer Auftaktniederlage erkämpfte sie sich zwei tolle Siege durch Ippon und konnte sich über die Silbermedaille freuen.

Zeitgleich waren nun auch die größeren Jungs mit Betreuerin Jenny in Pfungstadt angekommen, gewogen und nach 15 Uhr ging es auch endlich ans kämpfen.

Tom Luca kämpfte in der U18 -55 kg und startete im Doppel-K.O.-System mit einem Freilos. Nach einem tiefen Seoi-nage-Ansatz wurde er leider gegengedreht und unterlag. In der Trostrunde konnte er den tiefen Seoi-nage zweimal auf Waza-ari durchbringen und siegte so vorzeitig. In seinem dritten Kampf hatte er einen sehr starken Gegner, der einen O-soto-gari ansetzte. Doch Tom Luca bog den starken Kontrahenten kurzerhand um und siegte so mit dem Klassiker O-soto-gaeshi und rückte so ins kleine Finale. Dort fand Tom Luca leider kein Mittel gegen die Fassart des Gegners und unterlag und beendete so das Turnier auf Platz 5 mit einer starken Leistung.

Dhruvil Patel kämpfte zum ersten Mal in der U18 und auch zum ersten Mal in der Gewichtsklasse -73 kg. Im ersten Kampf hatte er einen starken Gegner, der Dhruvil über die Fassart dominierte, wogegen der Naumburger kein Mittel fand. Im zweiten Kampf setzte Dhruvil den viel geübten Sumi-gaeshi an, geriet dann zwar in eine Würge des Gegners, konnte gegen diese aber erfolgreich verteidigen, die Verteidigung konnte sein Gegner jedoch leider zu einem Übergang zum Hebel nutzen und Dhruvil so bezwingen. Es war trotzdem schön, Dhruvils Rückkehr ins Wettkampfgeschehen und seine beherzten Aktionen zu sehen.

Bei den Männern kämpfte Lucas Schiefelbein in der Gewichtsklasse -66 kg. Den ersten Kampf war Lucas sehr aufgeregt und unterlag mit Ippon. Betreuerin Jenny coachte ihn anschließend auf, und so zeigte er im zweiten Kampf eine deutlich präzisere Fassart und konzentriertere Angriffe. Leider wurde er in einem Uchi-mata-Ansatz gekontert.

Nachdem Jenny und Lucas also am Samstag acht Stunden im Auto verbracht hatten, taten sie das am Sonntag gleich nochmal: Diesmal fuhr sie mit Hannah Möttig und Tabea Möser unterstützt von André direkt noch einmal nach Pfungstadt.

Hannah kämpfte in der U15 -52 kg. Sie siegte zweimal durch O-goshi mit anschließender Festhalte. Einmal unterlag sie jedoch durch Gegendreher. Im letzten Kampf siegte sie in wenigen Sekunden mit Ippon für Koshi-guruma (die findigen Judoka werden protestieren: Koshi-guruma in der U15? – Ja, in Hessen dürfen U15er schon übergreifen) und sicherte sich so die Silbermedaille. In einem Freundschaftskampf gegen die Siegerin der Gewichtsklasse -48 kg und unterlag Hannah leider.

Tabea kämpfte Frauen -48 kg und unterlag in ihrem ersten Kampf gegen eine erfahrene Gegnerin mit zwei Ko-uchi-gari. In ihrem zweiten Punktkampf griff Tabea sehr gut an und bekam für einen Tomoe-nage einen Waza-ari zugesprochen. Danach änderte sie ihre Taktik und drehte sich in Tai-otoshi ein und holte sich den zweiten Waza-ari und damit die Silbermedaille. Auch Tabea kämpfte noch in zwei Freundschaftskämpfen gegen zwei 52er-Kämpferinnen, griff viel an, konnte aber keinen Sieg mehr verbuchen.

 

Jenny kämpfte bei den Frauen -57 kg und -63 kg. In ihrer Stammgewichtsklasse kämpfte Jenny best-of-three und siegte im ersten Kampf nach der guten Nutzung eines Übergangs. Den zweiten Kampf dominierte Jenny erneut und holte sich zwei Waza-ari für tiefen Seoi-nage und O-soto-gari. In der -63 kämpfte Jenny dreimal, unterlag zweimal, konnte aber auch einmal siegen. Da drei Sportlerinnen sowohl je einmal gesiegt, als auch einmal verloren hatten, kam es zu Stichkämpfen nach dem up-System. So stand Jenny noch einmal der ersten Gegnerin gegenüber, hielt deutlich besser durch, konnte aber dennoch nicht siegen. So gab es in der höheren Gewichtsklasse „nur“ Bronze. Am Schluss gab es noch einen Freundschaftskampf gegen die 52erin und unterlag gegen diese. So waren die Burgenländer also auch am zweiten Tag in Pfungstadt erfolgreich – doch wo war eigentlich Jakob das ganze Wochenende?

In Frankfurt (Oder)! Mit einem seiner Hallenser Sportler war Jakob dort bei der Deutschen Einzelmeisterschaft U21 am Start, welcher sich als U18 für dieses höchste Turnier der ältesten Junioren qualifiziert hatte. Nach einer Niederlage, einem Sieg und noch einer Niederlage war das Turnier zwar für den Hallenser vorbei, doch Jakob war trotzdem zufrieden mit der Leistung seines Schützlings.

Vielen Dank an Kampfrichter Christian Kaiser sowie die fleißigen Fahrer des Wochenendes, vor allem Lucas und André Schiefelbein, die die Fahrten nach Pfungstadt bewältigten!

Jenny und Jakob