SG Friesen e.V.

An diesem Wochenende haben die Judoka von der U9 bis zur Ü55 bei drei verschiedenen Turnieren auf der Matte gestanden. Am Samstag ging es für die jüngsten Judoka nach Merseburg (Sachsen-Anhalt) zum traditionellen Frühlingsturnier, während es für die Männermannschaft sowohl im Einzel-, als auch im Mannschaftskampft nach Auma (Thüringen) zum Faschingsturnier ging. Am Sonntag hieß es dann auch für unsere Mädels der U18 und im Frauenbereich Hajime beim Geisha-Tunier in Pfungstadt (Hessen).

Frühlingsturnier in Merseburg – mit Yoko

In Merseburg starteten zum alljährlichen Frühlingsturnier in der U9 Arthur Wittenbecher und Tjaden Handrock, in der U11 Felix Kase und Samuel Predigkeit, in der U13 ging Simon Handrock an den Start und in der U15 standen Kalle Richter, Mia Kirsch und Laura Wehlmann auf der Matte.

Insgesamt starteten dieses Jahr 310 Sportler aus 33 Vereinen auf 6 Matten und sogar das DJB-Maskottchen Yoko war mit dabei.

Dieses Turnier gilt gleichzeitig als Ranglistenturnier der U13 für den Landesverband Sachsen-Anhalt, sodass auf Simon Handrock heute ein besonders hartes Pflaster wartete.

keine Demo sondern Begrüßung der jungen Sportler

Diese Herausforderung schreckte Simon aber nicht ab. Seinen ersten Kampf verlor er nur knapp im Hantai. Es ging also direkt in die Trostrunde – davon ließ sich Simon jedoch nicht entmutigen. Er griff noch mehr an als im ersten Kampf und wurde mit drei Siegen belohnt. Somit ging es für Simon und die Bronzemedaille. Leider wartete in diesem kleinen Finale erneut der Gegner aus der ersten Runde auf Simon, den er auch im zweiten Versuch nicht bezwingen konnte. Dennoch ein starker 5. Platz für Simon Handrock, auf den er als jüngster Jahrgang der U13 sehr stolz sein kann!

In der U9 und U11 mussten alle Starter drei Mal auf die Matte, um zu zeigen, was sie im Training gelernt hatten. Tjaden Handrock dominierte dabei deutlich in seiner Gewichtsklasse und konnte nach drei Siegen stolz die Goldmedaille nach Hause tragen. Auch Felix Kase und Arthur Wittenbecher konnten viel aus dem Training umsetzen und jeweils einen Sieg erkämpfen. Bronze für die zwei. Für Samuel Predigkeit war dies erst der zweite Wettkampf gegen ausschließlich erfahrenere Gegner. Trotz vieler Angriffe war für ihn leider noch kein Sieg dabei. Sein beherztes Angriffsjudo wurde aber dennoch mit einer Bronzemedaille belohnt.

In der U15 traf Kalle Richter auf seinen zukünftigen Trainingspartner vom SV Halle. Noch konnte er leider kein effektives Mittel gegen den zwei Jahre älteren Sportler finden, sodass Kalle sich diesmal noch mit Silber zufrieden geben muss.

Mia Kirsch erkämpfte sich in ihrer Gewichtsklasse die Bronzemedaille. Nach einem Auftaktsieg konnte Mia zwar jeweils durch einen schönen Uchi-mata in Führung gehen, musste sich dann aber leider zweimal im Bodenkampf durch einen Hebel geschlagen geben.

Laura Wehlmann hatte in ihrer Gewichtsklasse leider keine Gegner, sie hatte die Goldmedaille also sicher. Für Laura hieß das aber nicht, dass sie ohne Kämpfe wieder Heim fahren würde. Sie suchte sich zwei Freundschaftskämpfe gegen deutlich schwerere Gegner, was insbesondere im Bodenkampf einen großen Nachteil darstellt. Trotz einiger starker Angriffe, verlor sie jeweils durch eine Festhalte im Boden.

Zudem unterstützte uns auch der Landeskampfrichter Christian Kaiser mit seinen aufmerksamen Augen. Vielen Dank dafür.

Männerturnier in Auma – Jahresauftakt der Domfalken

Während die Kleinen in Merseburg ihre Medaillen sammelten, waren die Männer dieses Jahr bereits zum zweiten Mal in Auma zum Faschingsturnier am Start. Für die Mannschaft der Domfalken stellt dies die Einstimmung für die neue Saison des Landesmannschaftscups dar. Zunächst ging es jedoch für alle Sportler im Einzelturnier auf die Matte. In der leichtesten Gewichtsklasse (-66 kg) war Erik Puschendorf in der U30 am Start. Mit zwei vorzeitigen Siegen und nur einer Niederlage gegen einen Kaderathleten aus Stotternheim belegte er einen hervorragenden 2. Platz. Für Jakob Holzkämper ging es als jüngster zugelassener Jahrgang der U30 in der Gewichtsklasse -81 kg auf die Matte. Da er gegen seinen ersten Gegner keine Mittel fand, wurde Jakob H. nach drei berechtigten Shido-Strafen von der Matte geschickt. Diese Entscheidung ist dem Kampfrichter, der gleichzeitig sein Trainer ist, bestimmt nicht leicht gefallen, dennoch akzeptierte der Sportler die Entscheidung von Trainer und Kampfrichter Jakob Schiek.

In seinem zweiten Kampf machte es Jakob dem späteren Gewinner der -81 kg und der „Open“ sehr schwer, musste sich aber dennoch geschlagen geben. Insgesamt gab es somit Bronze für Jakob Holzkämper. Emil Bakhshishev startete in seiner neuen Gewichtsklasse -73 kg ebenfalls in der U30. Er gewann alle seine Kämpfe vorzeitig – häufig durch hervorragende Nutzung von Übergangssituationen – und sicherte sich somit nach drei Siegen die Goldmedaille. Besonders erstaunlich war dabei seine Fähigkeit jede Situation schnell zu erkennen und intuitiv zu seinem Vorteil zu nutzen. Zusätzlich startete Emil noch in der Open bis zum 3. Kyu (grüner Gürtel), bei der weder Gewicht noch Alter eine Rolle spielen. So stand Emil vor einem 100 kg schweren Gegner, dem er trotz seiner schnellen Angriffe nicht viel entgegenzusetzen hatte. Trotzdem eine zweite, silberne Medaille für Emil.

In den Gewichtsklassen -90 kg und +90 kg gingen Sven Richter in der U45 und Bastian Kühnel in der U30 an den Start. Sven fand heute nicht richtig ins Turnier und musste sich dreimal vorzeitig geschlagen geben. Basti hatte vor allem sehr viel schwerere Gegner. Bilanz: 1 Sieg sowie eine Niederlage. Somit Bronze für Sven und Silber für Basti.

Zu guter Letzt startete auch Trainer Werner Heinze in der Ü55 -81 kg und erkämpfte nach zwei Niederlagen ebenfalls die Bronzemedaille.

Danach ging es zum lang ersehnten Mannschaftskampf. Alle Sportler stellten sich erneut, nun gemeinsam als Mannschaft, auf die Matte. Runde Eins ging mit einer 0:5 Niederlage gegen Stotternheim, dem späteren Sieger, aus – die Eindeutigkeit des Ergebnisses spiegelt aber nicht einige denkbar knappe Begegnungen wieder: Jakob schlug diesmal fast seinen Gegner aus dem Einzel, Erik machte es dem Kaderathleten richtig schwer, Sven, Emil und Basti brachten starke Aktionen. In den Kämpfen danach wurde nochmal Vollgas gegeben, aber auch hier reichte es nicht für einen Sieg. Es folgten eine knappe Niederlage gegen die Veranstalter aus Auma (2:3) und auch gegen Schmölln konnte nur ein Punkt erkämpft werden. Besonders ärgerlich waren die letzten Kämpfe von Emil und Sven: Beide waren schon in Führung, doch Emil wurde gekontert und Sven geriet bei einem Ura-nage-Angriff in eine Festhalte, aus der er nicht mehr herauskam.

Doch eins war Fakt: Wir hatten wieder viel Spaß und waren eindeutig die Lautesten am Mattenrand – nicht zuletzt dank Captain Jakob S, der die Halle wieder in Grund und Boden brüllte.

Geisha-Turnier in Pfungstadt – wir kämpfen gegen ALLE!

Am Sonntag durften dann auch endlich die Mädels auf die Matte. In der U18 starteten Vidhi und Ishika Patel sowie Sportschülerin Luci Richter. Im Frauenbereich wagte sich Jenny Hemstedt mit einer noch nicht vollständig abgeklungenen Erkältung auf die Matte. Ziel des Tages war Spaß haben, neue Techniken ausprobieren und viele Kämpfe suchen. Dieses letzte Ziel wurde definitiv erfüllt: Die vier Sportlerinnen absolvierten insgesamt 20 Kämpfe, was gut die Hälfte aller Starter der U18 und Frauen ausmachte.

Vidhi Patel startete in der Gewichtsklasse -52 kg und hatte drei harte Kämpfe vor sich. Sie hat viel angegriffen und neue Techniken ausprobiert, was direkt, trotz ausbleibendem Sieg, mit einer Bronzemedaille belohnt wurde. Danach stellte sie sich noch zwei weiteren Sportlern in Freundschaftskämpfen, in welchen sie wieder viel angegriffen und sogar eine erst vor kurzen geübte Kombination ausprobierte. Leider reichte ihr können aber auch hier noch nicht für einen Sieg.

Luci Richter startete eine Gewichtsklasse über Vidhi in der -57 kg und hatte zunächst zwei Punktkämpfe im vorgepoolten KO-System vor sich. Ihren ersten Kampf dominierte Luci deutlich und qualifizierte sich somit direkt für das Halbfinale. Obwohl sie in den nächsten zwei Kämpfen ebenso gutes Judo zeigte wie auch im ersten, verlor Luci diese Kämpfe knapp. Dennoch konnte sie sich sehr über ihre Bronzemedaille freuen. Im Anschluss startete Luci noch gegen alle Kämpferinnen aus der -52 kg, Vidhis Gegnerinnen, und entdeckte dort eine neue Technik, den tiefen Seoi-nage, für sich. In diesen drei weiteren sehr schönen Kämpfen konnte sie zwei Siege erzielen. Dabei besiegte Luci sogar die Goldmedaillengewinnerin dieser Gewichtsklasse.

Jenny Hemstedt startete bei den Frauen, ebenfalls in der Gewichtsklasse -57 kg. Jenny konnte in den ersten zwei Kämpfen jeweils in Führung gehen. Durch die unaufmerksamen Augen des Kampfrichters, der im ersten Kampf zwei weitere Wertungen für Jenny übersehen hatte, verlor sie diesen, als sie ohne Griff eine Technik ansetzen wollte und gekontert wurde. Im zweiten Kampf stand sie der Gegnerin aus Lucis Halbfinale und der Siegerin der -57 kg in der U18 gegenüber. Auch hier wurde Jenny nach einem riskanten Angriff gekontert und verlor in einer nachfolgenden Festhalte. Im letzten Kampf probierte Jenny eine neue Technik aus und gewann mit einem sauberen Ko-uchi-gari. Somit auch für sie eine verdiente Bronzemedaille.

Ishika Patel war in der U18 in ihrer Gewichtsklasse +78 kg kampflos, sodass sie bei den Frauen mitkämpfte. Dort traf sie auf die deutlich schwerere und erfahrenere Bundesligastarterin von Kim Chi Wiesbaden. Diese lies Ishika nicht einmal zugreifen. Im Modus best-of-three tat Ishika zweimal ihr Bestes, hatte aber keine Chance gegen die überlegene Gegnerin. Davon ließ sie sich jedoch nicht entmutigen. Ishika kämpfe noch vier weitere Freundschaftskämpfe gegen die Starter aus den Gewichtklassen -70 kg und -78 kg, wobei sie von Kampf zu Kampf mehr angegriffen hat. Dies wurde dann auch mit einem Sieg durch einen schönen O-uchi-gari belohnt, sodass Ishika ihre Goldmedaille ganz sicher nicht unverdient abholen konnte.