SG Friesen e.V.

Wie schon im vergangenen Jahr fuhr ein Teil der Judoka der SG Friesen Naumburg und der SG Blau-Weiß Bad Kösen zu den Osterfeiertagen nach Kopenhagen, um an den Copenhagen open teilzunehmen. Erstmalig dabei unterstützt von einem der beiden neuen Sponsoren: der Schneiderei Wolf Collection aus Naumburg, ohne die die Fahrt nicht möglich gewesen wäre.

Neben den Mitgliedern des Wettkampfteams Burgenlandkreis Laura Wehlmann, Mia Kirsch, Kalle Richter, Paul Speiser und Tom Luca Stahl betreuten Trainer Jenny Hemstedt und Jakob Schiek auch zwei potentielle Anwärter auf diese Teammitgliedschaft Henriette Döring und Fritz Jäger, die sich zum ersten Mal der Herausforderung eines so großen Turniers stellten.

Zielvorgabe: gewinnen (oder möglichst nicht verlieren;)

Die Zielvorgabe von Trainer Jakob Schiek waren zwei Medaillen und zwei weitere siebte Plätze oder besser: „Die Mitglieder des Wettkampfteams sind im Moment auf den Punkt austrainiert und haben bei den Trainingswettkämpfen der vergangenen Wochen Selbstvertrauen gesammelt. Zwei Medaillen sind daher auch bei einem so hochkarätigen Turnier realistisch.“

Am ersten Wettkampftag, als Fritz Jäger und Tom Luca Stahl an den Start gingen, sah es noch so aus, als würde die Vorgabe erfüllt werden: Fritz holte in der U12 mit zwei Siegen und zwei Niederlagen einen guten siebten Platz. „Für das erste Mal bei so einem großen Turnier ist das eine hervorragende Leistung.“

Tom Luca Stahl blieb an dem Tag in der U18 ohne Sieg, was aber nicht überraschte: „Wenn man bedenkt, dass Tom Luca erst sehr spät mit Judo angefangen hat, ist es erstaunlich, dass er sich in seinem zweiten Kampf überhaupt so gut verkauft hat.“ In seinem zweiten Kampf hatte Tom Luca es mit einem Kaderathleten zu tun, der aber arge Probleme mit dem Burgenländer hatte.

Am zweiten Wettkampftag ging es für die U15-Sportler und Trainerin Jenny Hemstedt auf die Matte (Trainer Jakob Schiek schonte sich für seinen anstehenden Bundesligaeinsatz). Doch die hier eingerechneten Medaillen kamen nicht zustande: sowohl Laura Wehlmann, als auch Kalle Richter, Paul Speiser und Henriette Döring blieben ohne Sieg. Mia Kirsch konnte zwar einmal gewinnen, blieb aber ohne Platzierung. Lediglich Jenny Hemstedt schaffte es noch auf Platz fünf, womit sie selbst aber nicht zufrieden war: „Ich wollte dieses Jahr in Kopenhagen aufs Treppchen, leider hat es im letzten Kampf aber nicht zum Sieg gereicht, damit wäre mir die Bronzemedaille sicher gewesen.“

Ausbeute: 2 Platzierungen

Trotzdem war mit zwei Platzierungen das Ergebnis für ein Breitensportteam nicht schlecht und zu den Trainingseinheiten am dritten Tag zeigten die Burgenländer auch, was für gutes Judo sie eigentlich kämpfen können. Trainer Jakob Schiek bilanzierte daher: „Wir haben zu den Wettkämpfen ganz schön eingeschenkt bekommen und vor allem die U15er blieben unter der Kampfleistung, die sie in den letzten Wochen gezeigt haben. Es hat sich gezeigt, dass gut in Sachsen-Anhalt bzw. Deutschland zu sein, eben nicht automatisch bedeutet, generell gut zu sein. Jetzt beim Randori-Training teilen unsere Sportler wieder aus und werfen auf einmal Medaillengewinner ihrer Gewichtsklassen oder sogar höherer Gewichtsklassen. Die mentale Vorbereitung auf die Kämpfe war scheinbar nicht optimal, daran müssen wir jetzt arbeiten, damit Topleistungen auch und gerade bei solchen Turnieren abgerufen werden können.“

Die nächsten Ziele lauten Medaillen bei den anstehenden Landeseinzelmeisterschaften U15, dem Jugenpokal U16 (beide 18. Mai) und Platzierungen beim internationalen Thüringer Messecup U16 (11. Mai).