SG Friesen e.V.

Am Sonntag waren die Naumburger Domfalken in Magdeburg zum zweiten Kampftag des Landesmannschaftscups. In der ersten Begegnung ging es gegen den Haldenslebener JC, den Viertplatzierten der Tabelle, der bis dato genauso viele Siegpunkte hatte wie die Mannschaften der Plätze 1-3 und nur aufgrund der Begegnungsbilanz auf Platz vier stand.

Im Auftaktkampf holte Erik Puschendorf (-66) nach nur wenigen Sekunden den Führungspunkt für die Naumburger. Leider konnten Norman Lietz (-90), Debütant André Gimm (-81), Emil Bakshishev (-73) und Dirk Schreiner (+90) nicht an Eriks Erfolg anknüpfen und die Partie ging mit 1:4 verloren. Damit war endgültig klar, dass die Domfalken im Play-off in die Trostrunde einziehen würden und es ging ab jetzt darum, in der vermeintlich „leichteren“ Trostrundengruppe zu landen.

Kampflos gegen Wittenberg

Der Anfang dazu war die zweite Partie des Tages gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg. Diese gewannen die Domfalken kampflos, da die Wittenberger Mannschaft nicht angereist war. Die Punkte holten Erik (-66), André Gimm (-90), André Schiefelbein (-81) Emil Bakshishev (-73) und Dirk Schreiner (+90).

Damit war Platz 9 in der Tabelle sicher, da man an Wittenberg vorbeizog. Ziel war nun der Sieg über den SV Blau-Rot Pratau und die KG Tangermünde/Wanzleben, um noch auf Platz 7 zu kommen.

Kampftag Domfalken

vs. Pratau

Da schon am Morgen nach dem Wiegen klar war, dass die Pratauer ohne einen Kämpfer in der Gewichtsklasse -66 kg angereist waren, würden gegen Pratau schon zwei Siege reichen, um die Begegnung zu gewinnen. Entsprechend entschieden sich die Domfalken, ihr stärkstes Gebot aufzufahren: Nachdem Erik Puschendorf seinen dritten Punkt des Tages holte (-66 kampflos), sollte Polizist Norman Lietz (-90) die Führung ausbauen. Trotz beherztem Einsatz reichte es gegen den Routinier, den Pratau aufstellte – übrigens auch Polizist – nicht zum Sieg. Pratau schaffte so den Ausgleich.

Gegen den starken und deutlich jüngeren Starter, den Pratau dann auf die Matte schickte, konnte Werner Heinze (-81) zwar im Stand angreifen, geriet aber in eine Festhalte, aus der er sich nicht mehr befreien konnte. Nun sollte Kapitän Jakob Schiek (-73) den Ausgleich zurückkämpfen und die Chance auf Sieg offenhalten. Ihm gegenüber stand einer seiner Angstgegner: größer, Linkskämpfer und noch nie von Jakob bezwungen – alles Dinge, die dem Kapitän schon mental zusetzten. Zunächst sah es jedoch so aus, als ob Jakob das kleine Wunder schaffen würde, denn er kämpfte mit dem Gegner auf Augenhöhe; doch nach ca. 2 Minuten übernahm der Pratauer einen unüberlegten Angriff des Naumburgers und schickte ihn wieder einmal besiegt von der Matte.

Damit war die Partie gegen Pratau schon verloren, doch Basti Kühnel (+90) wollte noch zumindest, dass die Begegnung 2:3 endete. Leider blieb ihm ein Sieg gegen den erfahrenen Starter der Blau-Roten verwehrt.

vs. Tangermünde

Im letzten Kampf des Tages ging es gegen die Kampfgemeinschaft Tangermünde/Wanzleben. Hier pokerten beide Mannschaften hoch und schoben leichtere Kämpfer in hohe Gewichtsklassen: Kapitän Jakob startete zwei Gewichtsklassen hoch in der -90 gegen den Kapitän aus Tangermünde. Und Tangermünde stellte einen Kämpfer aus der Gewichtsklasse -66 in die Gewichtsklasse -81.

Zunächst starteten aber wieder die Leichtgewichte. Zum vierten Mal an diesem Tag ging Erik (-66) für die Domfalken auf die Matte. Leider hatte der Gegner aus Wanzleben das bessere Händchen an dem Tag und holte den Auftaktpunkt für die KG Tangermünde/Wanzleben. Dann ging es an das Duell der Kapitäne. Bis ins Golden-score kämpften sich die beiden Starter verbissen vor, doch letztlich unterlag Kapitän Jakob auch hier.

André Schiefelbein (-81) musste nun dringend den Punkt holen, doch der schnelle – und sehr erfahrene – hochgestellte Gegner schaffte es unter Andrés Schwerpunkt zu tauchen und machte den Sieg für Tangermünde/Wanzleben perfekt. In der Gewichtsklasse -73 kg stand Emil dem Topscorer der Wanzlebener gegenüber und hatte leider auch das Nachsehen.

Im letzten Kampf ging es dann für Martin Schuster nicht nur zu seinem ersten Kampf für die Domfalken auf die Matte, sondern in seinem ersten Judo-Kampf überhaupt. Und was für ein Kampf das war! Sein Gegner – ein Träger des schwarzen Gürtels – musste sich fast über die volle Kampfzeit mit dem Naumburger abmühen, der dreimal spektakulär aus den Angriffen des Gegners ausstieg und ihn im Boden ebenso häufig fast in den Griff bekam. Letztlich verlor Martin zwar, doch mit Siegen von diesem Falken ist eindeutig noch zu rechnen, das sahen auch alle Umstehenden so und applaudierten ausdrücklich beiden Kämpfern.

Leider hieß das Ergebnis gegen Tangermünde/Wanzleben somit 0:5 und die Domfalken beenden die Vorrunde auf Platz 9 und ziehen damit in die Trostrunde des Play-offs ein. Da werden die Naumburger zunächst gegen Erzrivalen SG Motor Halle und den Verlierer des Viertelfinales KG Tangermünde/Wanzleben – Haldenslebener JC kämpfen müssen. Nur bei einem Sieg gegen beide Mannschaften ziehen die Naumburger in den Kampf um Platz 3 und hätten damit das Saisonziel erreicht. Dazu werden die Domfalken im Training ab sofort bis zum Play-off am 10.11.2019 in der heimischen Halle alles geben, um berechtigt laut rufen zu können „Die Domfalken fliegen zum? SIEG!“

Hajime!

Jenny und Jakob