SG Friesen e.V.

Am Wochenende waren Sportler von uns wieder einmal viel zum Judo unterwegs:
Eine kleine Delegation aus Jenny, Dhruvil und Henriette fuhren mit unserem Zweitbundesligisten Jakob nach Leipzig zum Heimkampf gegen den Chemnitzer PSV. Zwar erhielt Jakob diesmal noch keinen Einsatz, tat sich jedoch wieder am Mattenrand als Motivator hervor und trug so seinen Teil zum 11:3 Sieg des JC Leipzig bei.

Zeitgleich fuhren die U18er mit Betreuer Daniel nach Großräschen. Trotz anfänglicher Verwirrung des Fahrers, wurde der Wettkampfort letztlich doch in Brandenburg lokalisiert und Ish Patel, Ishika Patel, Tom Luca Stahl und Annemarie Speiser starteten beherzt in ihre Kämpfe:

Samstag: Großräschen (Brandenburg nicht Sachsen) – u18

Ish und Tom Luca kämpften in der Gewichtsklasse -55kg. Es wurde im vorgepoolten K.O.-System gekämpft, wobei die beiden Naumburger in unterschiedlichen Pools landeten. Ish hatte es zweimal mit erfahreneren Gegnern zu tun, sodass er sich trotz seiner überragenden Flinkheit geschlagen geben musste und Platz 5 erhielt. Tom Luca gewann seinen ersten Kampf im Golden-Score gegen einen Starter aus Teplice (CZ). Im zweiten und dritten Kampf – bei letzterem handelte es sich um das Halbfinale in welches er als Poolzweiter eingezogen war – bekam er es mit zwei sehr starken und ihm schon bekannten Geschwistern zu tun (nacheinander, nicht gleichzeitig!), die ihn jeweils bezwingen konnten. Dennoch ein gut erkämpfter dritter Platz.

Ishika hatte diesmal zwei Punktkämpfe, gewann ihren ersten Kampf nach 5 Sekunden gegen eine sehr erfahrene Gegnerin mit einem Gegendreher auf Ippon. Ihren zweiten Kampf verlor sie leider unglücklich aber wie immer sehr freundlich. Die drei haben schöne Kämpfe gezeigt und mit sehr viel Emotion ihre Leistungen abgerufen.

Annemarie hatte mit einem sehr starken Starterfeld die anspruchsvollsten Aufgaben vor sich. Sie gewann zwei ihrer Kämpfe vorzeitig und hervorragend mit Uchi-mata. Damit zog sie als Poolerste ins Halbfinale ein. In diesem geriet sie unglücklich im Übergang vom Boden zum Stand in einen Ippon-seoi-nage und anschließend in eine Festhalte, sodass sie diesen Kampf nicht für sich entscheiden konnte. Dennoch auch hier eine toll erkämpfte Bronzemedaille.

Sonntag: Großräschen (auch Brandenburg) – u15

Am Sonntag fuhren Jenny und Jakob dann mit Mia Kirsch, Laura Wehlmann, Dhruvil Patel, Kalle Richter und Paul Speiser nach Großräschen (in Brandenburg – nicht Sachsen), die es in der U15 den U18ern gleichtun wollten.

Dhruvil kämpfte in der Gewichtsklasse -60kg und konnte von drei Kämpfen einen mit einer schönen Kombination von Vowärtstechniken für sich entscheiden. Auch in den anderen zwei Kämpfen zeigte er seine positive Entwicklung und ging dabei sogar einmal in Führung. Die Bronzemedaille hatte heute eindeutig schon einen Silberstreifen.

Paul startete mit einer Auftaktniederlage gegen einen Starter aus Teplice. Der Tscheche ging früh in Führung, doch Paul konnte den Kampf dann taktisch dominieren. Leider blieb trotz vieler starker Ansätze eine Wertung für Paul aus, obwohl der Teplicer noch zwei Shido erhielt. Seine zwei verbliebenen Kämpfe gewann Paul – einmal taktisch klug und einmal mit einer sehr guten Übergangssituation nach einem tollen O-uchi-gari. Auch hier konnte man die positive Entwicklung der letzten Wochen sehen.

Bei Kalle ging es anders als bei Paul und Dhruvil nicht im Modus Jeder-gegen-jeden, sondern im vorgepoolten K.-O.-System um die Platzierungen. Kalles erster Gegner war ein Landeskader aus Tschechien, der Kalle in der ersten Aktion mit Ko-uchi-makikomi auf die Matte legte. Seine verbliebenen Poolkämpfe gewann Kalle gut mit O-uchi-gari bzw. mit einer schönen Aneinanderreihung von O-uchi-gari, Kesa-gatame und Kesa-ashi-gatame. Damit zog Kalle als Poolzweiter ins Halbfinale ein, in welchem der Sieger des anderen Vorrundenpools wartete. Der Starter aus Frankfurt (Oder) und Kalle lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Zunächst ging der Brandenburger mit Ko-uchi-makikomi in Führung, dann glich Kalle aus und konnte fast im Boden den Sack zu machen, doch der Starter aus Frankfurt befreite sich. Im Golden Score bekam Kalles Gegner dann seinen Ko-uchi-makikomi ein weiteres Mal durch und Kalle musste sich mit Bronze zufriedengeben.

Laura und Mia hatten jeweils vier Gegnerinnen. Beide kämpften heute großartiges Judo und wuchsen über sich hinaus. Die Vorgaben von Jenny und Jakob setzten beide hervorragend um: Mia siegte im ersten Kampf mit zwei Waza-ari für Ippon-seoi-nage, im zweiten mit O-uchi-gari. Nachdem sie im dritten Kampf zunächst gekontert wurde, setzte sie ihren Ippon-seoi-nage noch einmal ohne Kompromisse durch und holte sich dafür Ippon. Den letzten Kampf schließlich entschied sie nach kurzer Kampfzeit im Boden für sich. Damit eine klasse erkämpfte Goldmedaille für Mia.

Laura entschied ihre ersten beiden Kämpfe durch Ko-soto-gake bzw. De-ashi-barai für sich. Das viele Training der Ashi-waza trug eindeutig Früchte und Laura schöpfte aus den Siegen das Selbstvertrauen, sich nun auch mit voller Konsequenz einzudrehen: Mit Tai-otoshi und anschließender Festhalte ging der dritte Kampf auch an Laura. Im letzten Kampf wartete eine sehr starke Kämpferin aus Frankfurt (Oder). Der Kampf ging über die volle Zeit und beide Kämpferinnen schenkten sich nichts. Trotz vieler guter Aktionen musste sich Laura nach drei Minuten Kampfzeit leider geschlagen geben, doch die Silbermedaille, die sie für den heutigen Tag erhielt, bekommt sicher einen Ehrenplatz. So schönes Judo wie heute hat Laura lange nicht gezeigt; was beweist, dass sich ihr hoher Trainingseifer auszahlt.

Alle aus dem Trainerteam sind sehr stolz auf unsere Nachwuchsstarter des Wochenendes. Der nächste Stopp heißt Copenhagen Open – Hajime!

Jakob und Jenny