SG Friesen e.V.

Nach dem Jahresauftakt durch das 29. Sachsen-Anhalt-Randori am 04.01. in Merseburg, ging es gleich sportlich weiter mit dem Sparkassenpokal in Jena. Diesem sehr stark besetzen Turnier stellten sich Tom Luca Stahl in der U18 am Samstag und Kalle Richter in der U15 am Sonntag.

Nach langer Wartezeit auf Grund der hohen Teilnehmerzahl, starte Tom Lucas Gewichtsklasse. Leider ohne Freilos ging es für Ihn in den ersten Kampf der Doppel-KO Liste. Trotz zahlreicher Angriffe konnte sich Tom Luca gegen den starken Gegner nicht durchsetzen und musste sich nach zwei übernommenen Aktionen geschlagen geben.

In der Trostrunde stand er dann einem ebenfalls sehr erfahrenen Linkskämpfer gegenüber. Auch in diesem Kampf brachte Tom Luca viele Angriffe, die den Gegner auch mehrfach zum wackeln brachte. Für eine Wertung reichte es allerdings noch nicht, und so unterlag Tom Luca auch in diesem Kampf nach einem Konter und einem schnellen Angriff des Gegners. Trotzdem sollte wie immer Respekt vor Tom Lucas Kampfgeist gezollt werden.

Die Wartezeit für Kalle war am Sonntag nicht weniger kurz: Erst 14:00 Uhr ging er für seinen ersten Kampf auf die Matte. Den Sportler aus Thüringen hebelte Kalle nach einer clever genutzten Übergangssituation im Boden ab, dominierte davor aber auch stark im Stand. Im zweiten Kampf gegen einen Starter aus Berlin konnte Kalle sehr früh einen O-soto-Angriff des Gegners auf einen Waza-ari übernehmen, in den folgenden Kampfminuten setzte Kalle den Berliner immer wieder unter Druck und konnte so ohne Gefahr die Wertung über die Zeit bringen. Somit stand er im Halbfinale.

Dort wartete ein sächsischer Sportler auf Kalle, den er gleich in der ersten Aktion mit einer Seoi-nage ins Straucheln brachte. Zwar konnte Kalles Gegner gerade so aussteigen, doch Kalle setzte blitzschnell mit einem Ko-soto-gari nach und arbeitete auch konsequent mit Hub- und Zugarm weiter, sodass er den Sachsen auf die Seite beförderte. Dafür gab es einen Waza-ari, den der Sachse zwar energisch, doch auch zunehmend verzweifelt aufzuholen versuchte. Kalle ließ ihm dazu aber keine Chance und gewann so auch das Halbfinale.

Im Finale stand Kalle eine harte Nuss gegenüber. Stützpunkttrainer Alexander Lenk, Papa Sven Richter und Heimtrainer Jakob Schiek analysierten das Halbfinale des Berliner Kadersportlers intensiv und gaben Kalle einige Hinweise mit auf den Weg. Vor allem warnten sie vor der gefährlichen Spezialtechnik des Berliners. Kalle ging positiv angespannt zum Finale auf die Matte, dominierte im Griffkampf und nutzte sehr souverän und konsequent eine Übergangssituation: Als sein Gegner in die Bank geriet, setzte Kalle zunächst eine Sankaku an, wechselte dann auf Juji-gatame und schnappte sich den Kontrahenten schließlich in einer Kami-shiho-gatame, die er für 20 Sekunden halten konnte. Ippon, Turniersieg, Freudensprünge und Jubelschreie auf und neben der Matte. Ganz, ganz, ganz starke Leistung und verdienter Sieg bei diesem hochkarätigen Turnier!

Herzlichen Glückwunsch

Jenny und Jakob

P.S.: Vielen Dank fürs Fahren und die Geduld an Christian, Sven und Claudi.