SG Friesen e.V.

Hallo Claudi, Sven, Luci und Kalle, danke, dass ihr euch Zeit nehmt.

Fangen wir mit etwas Naheliegendem an:

Wann habt ihr jeweils mit Judo angefangen und wie seid ihr zum Judo gekommen?

Kalle: Luci und ich haben zusammen angefangen, das war vor etwa sieben Jahren.

Luci: Ja genau, 2013.

Claudia: Richtig, ich habe damals von Werners Eltern einen Zeitungsartikel bekommen und fand den toll, deswegen haben wir uns gedacht: Bringen wir die Kinder mal zum Judo.

Sven: Genau und ich habe dann vor ungefähr fünf Jahren auch mit Judo angefangen.

Und wann fängst du an Claudi?

Claudi: (Lacht) Niemals! Das überlasse ich den dreien.

Du bist ja auch quasi „Schuld“, dass der Rest deiner Familie Judo macht, reicht ja wohl auch. Was macht euch denn Spaß am Judo?

Sven: Der Sport liegt mir! Mir gefällt die körperliche Ertüchtigung, aber auch und vor allem der Respekt untereinander.

Kalle: … ja und man kann schnell Freunde finden!

Claudia: Richtig und deswegen gibt es auch so einen starken Zusammenhalt unter den Sportlern z. B. auch bei uns im Verein.

Luci: Das ist richtig, obwohl es ein „Einzelsport“ ist, steht das Team immer hinter einem.

Kalle: Und wenn man sich anstrengt, kann man auch viele Erfolgserlebnisse haben.

Claudia: Und dann macht es natürlich auch Spaß, bei den Kämpfen zuzusehen – außer bei Armhebeln, da kann ich nicht hinschauen (lacht).

Habt ihr eine Lieblingstechnik?

Kalle: Seoi-nage!

Claudia: Ja, der sieht toll aus.

Sven: Ura-nage.

Luci: Tai-otoshi

Habt ihr Judovorbilder?

Kalle: Simon Yacoub

Luci: Luise Malzahn

Sven: René Kirsten

Claudia: Dimitri Peters

Habt ihr einen Lieblingsjudomoment – oder mehrere?

Luci: Wenn du vor dem Kampf so richtig krass Angst hast und dann doch gewinnst.

Kalle: Immer, wenn ich etwas richtig hinbekomme, was ich mir vorher vorgenommen habe.

Sven: Eigentlich immer, wenn wir mit vielen Leuten zu einem Turnier fahren und alle gutes Judo kämpfen – schön ist es, wenn das dann auch noch mit Medaillen belohnt wird.

Claudia: Und heil von der Matte kommen! Es ist ein ganz besonderer Moment, wenn bei einem bedeutenden Kampf – z. B. bei einem Finale bei einem großen Turnier – das Universum quasi stillsteht und alles um einen herum ausgeht.

Was war euer bisheriger größter Judoerfolg?

Kalle: Der Turniersieg beim Bundessichtungsturnier U15 in Berlin 2018 – da war ich eigentlich noch U13.  Das hat mir die Ernennung zum Landeskader Sachsen-Anhalt eingebracht.

Luci: Silber bei den Mitteldeutschen Meisterschaften.

Sven: Am Finaltag des Landesmannschaftscups 2018 habe ich einen unglaublich harten Kampf gekämpft und gewonnen. Das war mein größter persönlicher Erfolg.

Claudia: Meine Kinder!

Und wie viele Medaillen gehen auf eure Konten?

Kalle: Ich hab‘ zufällig gestern nachgezählt: 64!

Luci: Ungefähr 65.

Sven: Zwei! (lacht)

Sven, Claudi, jetzt sind eure beiden Kinder in Halle auf der Sportschule. Was ist das für ein Gefühl?

Sven: Stolz! Ich bin mit Stolz auf die zwei erfüllt, dass sie diesen harten Weg bis dahin gegangen sind und diesen Weg auch weitergehen.

Claudia: Mir ist jetzt Zuhause manchmal langweilig (lacht). Ich bin natürlich auch stolz auf meine zwei, keine Frage!

Trotzdem wohnt ihr noch in Naumburg, wie kommt’s?

Claudia: Der Verein – Friesen Naumburg – ist ganz toll und familiär.

Sven: Genau. Egal was kommt, ich starte immer für unsere SG Friesen Naumburger „Domfalken“!

Warum sollte man eurer Meinung nach mit Judo anfangen?

Claudia: Die Judowerte sind sehr wertvoll …

Kalle: … Zum Beispiel Ehrlichkeit.

Sven: Ja, es ist anwendbar im ganzen Leben, es entwickelt deine ganze Menschlichkeit.

Luci: Weil es das Selbstbewusstsein stärkt, man sich verteidigen kann und die zehn Judowerte einfach toll sind.

Habt ihr noch ein Schlusswort?

Luci: Wie hat Kano gesagt: Es ist nicht bedeutend, dass du besser bist als andere, sondern bedeutend ist, dass du besser bist, als du gestern warst.

Sven: Gelber Schnee schmeckt nicht – nein im Ernst: Es gibt einen steinigen Weg, den es sich zu gehen lohnt!

Kalle: Weil man Legenden nicht kaufen kann!

Claudia: Friesen, Freude, Eierkuchen!